Hervorgehobener Beitrag

10. Stammtisch – Villa Berg und Park (02.12.2014)

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Wir laden alle Freundinnen und Freunde der Villa Berg und ihres Parks zu einem offenen monatlichen Stammtisch ein. Wir wollen uns bei einem Glas Bier oder einem Wein kennenlernen, uns austauschen und uns gegenseitig auf dem Laufenden halten. Kommen Sie vorbei, egal ob Sie Lust haben zu erzählen oder zuzuhören. Wir freuen uns auf Alle, denen die Villa und der Park am Herzen liegt.

Wir treffen uns am Dienstag, 2.12.2014 ab 19 Uhr im Nebenzimmer des Restaurant Theater Friedenau. Am Besten fahren Sie dazu mit der U9 bis zur Haltestelle Raitelsberg, das schwäbisch-griechische Restaurant finden Sie an der Ecke Abelsbergstraße / Rotenbergstraße.

Im Dezember lassen wir das Jahr ausklingen und feiern mit Ihnen schon mal Weihnachten – auf einen Gastredner verzichten wir deshalb. Wir möchten mit Ihnen zurückblicken auf Occupy Villa Berg in 2014 und darüber nachdenken, wie es in 2015 weitergehen kann. Wir freuen uns auf Ihr Kommen, Ihre Ideen und Ihr Engagement.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, einfach vorbeikommen. Die Veranstaltung zum Teilen auf Facebook finden Sie hier.

„Baumeister Leins soll leben!“ – Hörbild über die Villa Berg und Buchvorstellung (21.11.14)

Das Schicksal der Villa Berg ist in aller Munde. Von der historischen und der humorigen Seite näherte sich die neue Folge von „Text & Extra“ dem brisanten Thema – am Freitag, dem 21. November ab 19 Uhr im MUSE-O. Die Stuttgarter Kabarettgruppe Mustermann und die Motzlöffel – der Historiker Ulrich Gohl und seine beiden Mitstreiter Martin Ehmann und Ulrich Heinz – zeichneten in einer szenischen Lesung ein “Hörbild” über die Villa Berg. Der Abend trug den Titel „Baumeister Leins soll leben!“ und lud ein ernste und heitere Texte zu entdecken, die sich mit der Geschichte des königlichen Schlosses Villa Berg befassen. So hörten die geneigten Zuhörerinnen und Zuhörer auch Auszüge aus den umfangreichen Richtspruch, den ein Handwerksmeister 1852 ausgebracht hat; er gipfelte in dem Ausruf: „Baumeister Leins soll leben!“. Geheimnisvolles habe sich, so schrieb ein Journalist 1925 über die Zeit um 1890, damals im weitläufigen Park der Villa zugetragen – der Abend hat die Details präsentiert. Die Besuchen haben aber auch von der äußerst merkwürdigen Begegnung zwischen dem dadistischen Dichter Kurt Schwitters und dem württembergischen Staatspräsidenten Wilhelm Bazille auf der Toilette der Villa Berg anno 1929 erfahren, bei der sich die beiden en passant über moderne Architektur unterhalten haben. An diesem Abend wurde außerdem ein neues Buch über die Villa Berg der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich dabei um die stark bearbeitete und erheblich erweiterte Neuauflage des Titel „Die Villa Berg und ihr Park – Geschichte und Bilder“, die Ulrich Gohl zusammengestellt hat. Der Band ist nun 229 Seiten stark, enthält nahezu 200 Bilder und trägt einen festen Einband. Die Veranstaltung entstand in Zusammenarbeit von MUSE-O und Ostend-Buchhandlung in der MUSE-O-Reihe „Text & Extra”.

9. Stammtisch – Villa Berg und Park (04.11.2014)

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Wir laden alle Freundinnen und Freunde der Villa Berg und ihres Parks zu einem offenen monatlichen Stammtisch im Nebenzimmer des Restaurant Theater Friedenau ein. Unser Gast am Dienstag, 4.11.2014 war der Cannstatter Historiker Olaf Schulze. Er hat sich in einem halbstündigen, bebilderten Vortrag auf eine Spurensuche des Alten Bergfriedhofs im Raitelsberg begeben.

Vom Vorläufer des 1885 eröffneten Bergfriedhofs haben sich nur wenige Spuren erhalten. 1825 angelegt, diente der Alte Bergfriedhof im Raitelsberg (mehrfach vergrößert) bis 1884 als Bestattungsort der Anrainer. Er wurde 1901, nachdem ab 1885 noch Nachbestattungen durchgeführt worden waren, offiziell geschlossen und kurz vor dem Ersten Weltkrieg allgemein zugänglich gemacht. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurden immer mehr Grabsteine abgeräumt, die Friedhofsmauer verschwand, vor allem nachdem die Verantwortung für das Gelände 1951 an das Gartenbauamt übergegangen war. Dieses gestaltete den ehemaligen Friedhof 1952 um und vergrößerte damit den Park der Villa Berg. In den 1970er Jahren wurde die Spielfäche für einen Kindergarten auf einem Teil des Alten Bergfriedhofs untergebracht. Olaf Schulze geht der Frage nach, was heute noch zu sehen ist, und wie der alte Bergfriedhof wieder mehr ins Bewusstsein der Parkbesucher gerückt werden könnte.

Olaf Schulze (Jg. 1965) stammt aus Pforzheim und hat in Stuttgart Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik studiert. Er lebt und arbeitet als Freier Historiker (und Trauerredner) in Pforzheim und Stuttgart-Bad Cannstatt. Er ist 2. Vorstand von Pro Alt-Cannstatt, erarbeitet für das Stadtmuseum Bad Cannstatt seit 2007 historische Ausstellungen und bietet zahlreiche Führungen an (auch zum Thema Friedhofskultur).

Architektur-Forum vor Ort (27.10.14)

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Am Montag 27.10.14 organisierte das Architektur-Forum Baden-Württemberg ab 19.00 Uhr eine spannende Podiumsdiskussion im Eiermann-Saal der Villa Berg.

Seit dem Auszug des SWR aus der Villa Berg sind die Versuche der kulturhistorisch bedeutsamen Villa und dem Park eine neue Nutzung zu geben bisher ergebnislos verlaufen. In drei Vorträgen und einem Podiumsgespräch wurde die Bedeutung von Villa und Park neu in den Blick gerückt, der derzeitige Diskussionsstand dargestellt und Ausblicke auf mögliche Nutzungskonzepte und -perspektiven für die Villa Berg skizziert. Über Ideen und Visionen haben sich ausgetauscht:

  • Prof. Franz Pesch, Professor für Stadtplanung und Architektur an der Universität Stuttgart,
  • Christian Dosch, Mit-Initiator von “Geschichte trifft Zukunft – Occupy Villa Berg”,
  • Andreas Baur, Leiter der Villa Merkel in Esslingen,
  • Martin Körner, Fraktionsvorsitzender der Stuttgarter SPD, sowie

Die Podiumsdiskussion wurde moderiert von Achim Söding und veranstaltet von der Stiftung Architektur-Forum Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Stuttgart im Rahmen der Reihe Architektur – Forum vor Ort. Veranstaltungsort war der Sendesaal der Villa Berg.

Occupy Villa Berg

Geschichte trifft Zukunft – Occupy Villa Berg versteht sich als bürgerschaftliche Plattform für die Villa Berg und ihren Park und ist eine ehrenamtliche Initiative engagierter StuttgarterInnen, die sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit Stadtraum und Partizipation beschäftigen. Unser aktuelles Ziel ist es, dass die im Bericht „Ideen, Wünsche und Bilder 2013“ dokumentierten Meinungen der BürgerInnen in den weiteren Planungen unabhängig von den Eigentumsverhältnissen berücksichtigt werden. Wir möchten über das Gesamtareal und die Entwicklungen informieren und das gemeinschaftliche Leben rund um die Villa Berg und ihren Park unterstützen und mit gestalten. Occupy Villa Berg generiert Bewusstsein, Ideen und Gemeinschaft rund um die Villa Berg und ihren Park und entwickelt Stadt partizipativ und experimentell.

Hochschulkooperation

Die Hochschule für Technik Stuttgart und die Knödler-Decker-Stiftung konnten für die Villa Berg und den Park begeistert werden. Im Rahmen eines Projekts, das verschiedene HfT-Institute einbezieht und über mehrere Semester läuft, werden gemeinsam mit Studenten verschiedene, das Areal betreffende Themen aufgearbeitet. Eine hochschulübergreifende Zusammenarbeit z.B. mit der Uni Stuttgart, der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der FH Nürtingen ist angestrebt.

Atlas “Villa Berg”

In einem wissenschaftlichen „Atlas Villa Berg“ werden Materialien und Quellen zur Villa Berg und Park erfasst, aufbereitet und – wenn möglich – online publiziert. Ergänzend werden Masterarbeiten vergeben, ein Modell der Villa Berg soll entstehen.

Ausstellung “Villa Berg”

Der Atlas bildet die Grundlage für eine Ausstellung zur Villa Berg. Diese greift vorhandende Inhalte (Ausstellung Muse-o, Material “Occupy Villa Berg”) auf und ergänzt diese z.B. um Modelle, studentische Entwürfe und evtl. SWR-Beiträge (Filme, Fotos, …). Die Ausstellung soll bis Frühjahr 2015 entstehen und an verschiedenen Stationen in Stuttgart sichtbar werden (z.B. vor Ort, Muse-o, Rathaus, HfT).

Egle-Pavillon am Belvedere

Der von Joseph von Egle erbaute Pavillon am Belvedere am Rosengarten im Park der Villa Berg soll gereinigt und saniert werden. Er könnte so zu einem Symbol für die Potentiale des Areals werden. Dazu findet zunächst eine Dokumentation und Bauaufnahme statt sowie eine Materialuntersuchung und Abstimmung mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt und dem Amt für Denkmalschutz. Das Kultursponsoring von Kärcher hat sich bereit erklärt bei einer Reinigung zu unterstützen. Bei der Reinigung könnten BürgerInnen in Form einer “Parkputzete” einbezogen werden. Um die Wirkung und Akzeptanz der Reinigung zu erhöhen, könnten auch Kinder und Jugendliche z.B. in Form eines Urban-Art-Workshops einbezogen werden. Als gemeinsamer Abschluss besteht der Wunsch ein kleines Parkfest zu veranstalten.

Das Projekt wird koordiniert von Prof. Dr. Peter Schneider und Senator E.h. Ulrich Scholtz.

Gastbeiträge

In Gesprächen begegnen uns immer wieder Fragestellungen, auf die wir selbst keine Antwort wissen. Wir wenden uns deshalb mit Fragen zu verschiedenen Aspekten von Villa Berg und Park an Experten und fragen nach.

Beispielprojekte und Inspiration

Als Anregung und Inspiration haben wir Vertreter von Initiativen und Einrichtungen, die für die Villa Berg und den Park beispielgebend sein können, gebeten, uns ihre jeweiligen Projekte vorzustellen. Eine Reihe weiterer interessanter Projekte findet sich im Anschluss an die Beiträge.