Was sollte für die Zukunft von Villa und Park berücksichtigt werden?

Wir haben die TeilnehmerInnen gefragt: Gibt es Faktoren, die bei einer Wiederherstellung des Parks und einer Renovierung der Villa berücksichtigt werden müssen? Wo gibt es Unsicherheiten? Wo sehen Sie Konfliktfelder? Wo liegen wichtige Einflüsse, Kräfte und Besonderheiten?

5 Gedanken zu „Was sollte für die Zukunft von Villa und Park berücksichtigt werden?

  1. admin Autor

    Die Anwohnerschaft ist aber nicht schicki-micki! (Kommentar zu „Für Gastronomen ein wahres Paradies, die Räumlichkeiten sowie die Umgebung sind einfach wie geschaffen dafür!“, 18.08.2013)

  2. Michael Haußmann

    In der derzeitigen kommunalpolitischen Dabatte wird immer wieder das Thema Wohnungsbau im Park aufgegriffen. Das dabei genannte Argument, dass in Stuttgart Wohnungen fehlen, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ich würde mir neue Wohnungen allein schon deshalb wünschen, damit sich das erhitzte Mietpreisniveau (vielleicht?) etwas entspannt. Die entscheidende Frage ist dabei aber: In welchem Wohnungsmarktsegment sollen neue Wohnungen entstehen? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass im Park Wohnungen für mittlere und niedrige Einkommensschichten gebaut werden.

    Nachdem das Frauenklinik-Gelände schon relativ hochwertig bebaut wurde, würde sich der Charakter des Stadtteils Berg innerhalb kürzester Zeit noch stärker in Richtung hochwertig entwickeln. Dazu kommt die (zu erwartende) Aufwertung des Gebiets westlich des Parks im Rahmen der Sanierung Stuttgart 29 (Stöckach).

    FAZIT: Der Gesamtkontext und das soziale Gefüge des Quartiers sollten beachtet werden.

    Außerdem (nicht weniger wichtig) würde Wohnungsbau neben der Villa bedeuten, dass in punkto Lärmschutz und Verträglichkeit ganz andere Vorgaben für die Neunutzung der Villa gelten würden…

  3. Jürgen B.

    Ich fände es sehr schön, wenn die Waschbetonfläche vor der Villa über der SWR-Tiefgarage verschwinden würde. Der Brunnen war eh nie in Betrieb. bzw. nur einen Tag. Wo vorhanden, sollte man dringend die Jugendstilelemente im Park vor dem Verfall retten und ergänzen, wobei der Denkmalschutz da auch ein Wörtchen mitredet. Ansonsten finde ich das Konzept, die alten Sichtachsen auf Schloss Rosenstein und Kapelle auf dem Württemberg wiederherzustellen gut. Das halbmondförmige Becken im Bereich „Weinberg” sollte in Betrieb genommen werden. Dies sei wohl auch machbar. Keine Unsummen ausgeben für perfekte Wiederherstellung, aber wo machbar, sollte das ursprüngliche Konzept der Parkgliederung sichtbar gemacht werden. aber alles mit der Maßgabe, den “Ruhepol” (schließe mich da gerne an) nicht zu beseitigen.
    Der eingebaute und denkmalgeschützte große Sendesaal könnte wieder genutzt werden durch kleinere Konzerte. im Außenbereich, aber bitte alles eher ruhig. Ich mag die Oase der – relativen – Ruhe.
    Da Hunde in diesem Bereich auch ein großes Thema sind (auch wenn ich selbst keinen habe): Vielleicht kann man trotz des Denkmalschutzes im Parkteil Richtung Gaskessel einen Teilbereich umzäunen und als Freilauffläche für Hunde nutzen.
    Spannungsfelder, die von mir erwartet werden: Hunde, Kinder, Inliner, Radfahrer, Jogger im Allgemeinen. Dazu muss beachtet werden, dass ein Seniorenwohnheim am Rand des Parks ist, ebenso sehr viele direkte Anlieger in kurzer Entfernung. Daher wäre mir eher an Angeboten für Menschen in Stuttgart bzw. im direkten Umfeld gelegen als irgendwas mit überregionaler Bedeutung zu schaffen, wo am Ende die Anwohner nur Leidtragende, aber nicht wirklich Nutzer sind.

  4. Heike10

    Ich nutze den Park als notwendigen Ruhepol und Erholungsort der Stadt und möchte hier keine große Möblierung. Um die Villa herum könnten kleinere überschaubare Außenveranstaltungen angeboten werden, aber, Achtung, Lautstärke und Vermüllungsgefahr!

  5. RGomringer

    Für mich ist die Villa Berg neben ihrer architekturgeschichtlichen Bedeutung und der Schönheit ihres Parkes auch immer ein Denkmal für die Mediengeschichte in Baden-Württemberg, für die Geschichte des Rundfunks gewesen. Ich würde mir sehr wünschen, dass dieser Aspekt bei einer Renovierung und einer künftigen Nutzung im Auge behalten wird. Ein Museum für die Geschichte des Rundfunk, die auch gleichsam ein Stück Kultur- und Sozialgeschichte von Baden-Württemberg wäre, könnte ich mir in einem Teil der restaurierten Gesamtanlage sehr gut vorstellen.

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