Archiv der Kategorie: Weitere Beteiligung

Weitere Beteiligung und Bögen

Wir wollten BürgerInnen, Bürgerinitiativen, Vereinen, Kindergartengruppen, Fotoclubs, Semesterprojekten oder Schulklassen die Möglichkeit bieten sich individuell einzubringen. Zum Beispiel mit Zeichnungen, Gedichten, Konzepten oder einer Aktion im Park. Die Ergebnisse haben wir hier gesammelt. Mit unseren Beteiligungsbögen konnte man auch von zuhause aus teilnehmen.

Ideentische

Beim 2. Planungspicknick haben wir mit Tischen gearbeitet, auf deren Tischdecken man Ideen notieren konnte.

Ideentisch "Villa", 2. Planungspicknick (18.08.2013)

Ideentisch „Villa“, 2. Planungspicknick (18.08.2013)

  • Falls die Gebäude stehen bleiben (was evtl. auch Sinn machen könnte), dann sollten dort Möglichkeiten für die BürgerInnen zu gestalterischen Themenbearbeitungen bestehen. Im Park bieten sich grüne Themen an: Urban Gardening, Ernährungsschule, Rosenzentrum, Rosenschule.
  • Ein Indoorspielplatz mit vielen Rutschen und Schaukeln. Ein Museum mit Bildern von alten und verlassenen Spielplätzen.
  • Ich stelle mir die Villa Berg als Treff-Möglichkeit für alle Bürger und Interessengruppen vor. Vornehmlich für die Kunst- und Subkultur-Szene!
  • Kino in und an der Villa Berg, Vorführung und Diskussion von Filmen verschiedener Genres nach dem Vorbild des Kommunalen Kinos in Esslingen (Kino auf der Burg), Zusammenarbeit mit Arthaus-Kinos und mit den Machern der Filmgalerie 451 bei Filmvorführungen
  • Zwei Kulturszenen (Villa Berg und Merz Akademie) so nah beieinander? Bitte nicht vereinnahmen lassen.
  • Ort für Gleichgesinnte (ohne Adels- und Arbeiterkaste), Runder Tisch und Tafelrunde wie bei König Arthur. Jeder ist willkommen und kann mitfeiern – dabei sein ist alles!
  • Die Villa Berg soll auch von den Vereinen und Institutionen aus dem Osten genutzt werden können!
  • Villa Berg: Zimmer-/Kleintheater, Kita, Café, Eiscafé; Park: historisch erhalten bzw. wiederherstellen
  • Villa Berg mit Ateliers, Proberäumen, Musik- und Unterrichtsräumen, Gastronomie und Bühnen wie der Kulturpark West in Augsburg
  • Villa Berg und Park als Plattform für alternative, junge und kreative Medien (Filme, Radio, Fotografie, …)
  • Das Leben besteht nicht nur aus Medienthemen!
  • Hundefreundlich
  • Urban Gardening
Ideentisch "Park"

Ideentisch „Park“, 2. Planungspicknick (18.08.2013)

  • Freilichttheater mit Platz für Laien-, Studenten- und Schülergruppen
  • Monatliches Familien-Picknick im Rosengarten oder am Halbmondsee mit veganen Speisen und Bio-Fleisch
  • Umweltschädlicher Grill verpestet die Luft
  • Schafft uns Raum zum Genießen: Edel-Café und Luxus-Tempel im Park
  • Der Park und die Villa dürfen nicht nur denen gehören, die viel Geld haben. Früher war am Schlossplatz auf der Treppe ein super Platz zum Sitzen, Lesen, Treffen, Spielen und Straßenmusik hören. Heute muss man in der Museumsgastro konsumieren, um schön sitzen zu können. Wichtig ist die Aufenthaltsqualität ohne Konsumzwang.
  • Gastro nur im ruhigen Stil, süß, hübsch, klein, Toiletten, Kuchen, Wein, Sprizz, keine Tische, nur Bänkchen, Fackeln im Rosengarten
  • Straßenmusiker willkommen heißen
  • Reaktivierung des Rosengartens, kinderfreie Chill-Out-Area, weitläufiges gastronomisches Erlebnisangebot, Sushi
  • Kinderkrippe (Parkkiga statt Waldkiga) mit Hobbit- und Baumhäusern
  • Offenes Forum mit wenig Grenzen, Amphitheater, Bühne, Open Air
  • Hanfbeet mit späterem Verkauf an Hanfproduktehersteller oder Waldorfschule für Handarbeit
  • Weidenhaus aus Moos oder Mulch für Menschen ohne Dach über dem Kopf
  • Ansiedlung von Berglöwen und Wölfen 😉
  • Gemüsehügelbeete im Labyrinth (Permakultur) mit Familien anlegen. Kinder können so wirklich aktive Eltern erleben und nachahmend spielen lernen. Kindergärten können Elternarbeit im Park anbieten. Das schafft Gemeinschaft.
  • Garten-Helfer: Gärtnern mit Kindern und Jugendlichen. In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, der Lernhilfe und der Stelle für Migration können Erfolgserlebnisse für Kinder und Jugendliche außerhalb der Schule geschaffen werden. Der Bezug zur Natur und zur Herkunft von Nahrungsmitteln wird gestärkt. Dabei sollten bevorzugt Projekte mit Kindern und Jugendlichen der angrenzenden Stadtteile initiiert werden. Weitere Akteure sind beispielsweise BUND-Jugend und Lichtstube (interkultureller Hort). Die Projekte können durch Freiwillige und Pädagogen betreut werden.
  • Tiergestützte Therapien beispielsweise mit Hühnern, Meerschweinchen, Lamas und Kaninchen.
  • Wiederherstellen des Rosengartens, Rosenausstellung mit Sortennamen, Aktivieren des Springbrunnens, Verhindern von Randalen
  • Lehrpfad/Parcour mit verteilten Spiel- und Sportgeräten
  • Der Halbmondsee könnte mit einem Bühnenpodest und Stromanschluss für Klein-Konzerte ausgestattet werden. Bis 22 Uhr sollten Konzerte bis zu einem festgelegten Lärmpegel ohne Anmeldung möglich sein. Dies sollte öffentlich bekannt gemacht werden. Die Bereiche im Umfeld sollten als Grillplätze ausgestattet werden.
  • Kein Kommerz, keine Theodor-Heuss-Straße, kein Shopping
  • Villa mit Kita und (Eltern-)Café, Eisdiele, Kuchen-Café im Oma-Stil, Veranstaltungsräumen für private Feste (Vergabemodus finden) und Klein-/Zimmer-Theater. Der Zirkus Salomé sollte wieder mal am Halbmondsee auftreten.
  • Permakulturgarten, Familiengarten, Gartentherapie, Hügelbeet und Labyrinth. Vorhandene Gärten umgestalten oder im Terrassenbereich neue Beete anlegen. Öffentlich zugängliche Anbauflächen für Gemüse schaffen, auf denen jeder anbauen darf. Gartenprojekt mit Kindern und Jugendlichen mit dem Schwerpunkt Gemüseanbau. Das Gartenamt müsste dafür Flächen ausweisen und gegen Hundeschiss schützen. Die Frage der Zugänglichkeit müsste geklärt werden.
  • Nistkästen für spezielle Vögel und Fledermäuse in die Bäume hängen
  • Workshops und Platz für verschiedene Vereine: Leute, Musik, Treffpunkt, Essen, Kultur
  • Si cuidamos el palacio y no dejamos de cuidarlo en un tiempo, nuestros nietos tambien podrán disfrutarlo. (Übersetzung: Wenn wir auf unseren Palast aufpassen und nicht damit aufhören, dann könnten unsere Enkel ihn auch noch genießen.)
  • Geschichte wieder aufleben lassen
  • Neu bepflanzen, Villa restaurieren, öffentlich machen, Kulturstätte entwickeln
  • Flanierwege
  • Hör-Parcour mit Vogelgezwitscher-Kästen, bei denen man das Vogelzwitschern erkennen muss
  • Öffentliche Aschenbecher
  • Kneippbecken
  • Dezente, romantische Nacht-Beleuchtung im Rosengarten wäre schön
  • Viele Trink- oder Mineralwasserbrunnen (Trinkwasser)
  • Mehrere dezentrale, liberale Grillstellen
  • Fest installierte Gasgrills ohne Bezahlung wie in Australien
  • Yoga-Plattform für mindestens zehn Leute – gestaltet durch die Stadt mit fachlicher Unterstützung von Experten
  • Sport: Beachvolleyballfeld, Slackline-Bäume
  • Ort der Ruhe & Muße
Ideentisch "Zwischennutzung Sendestudios", 2. Planungspicknick (18.08.2013)

Ideentisch „Zwischennutzung Sendestudios“, 2. Planungspicknick (18.08.2013)

  • Dog Academy
  • Spielcasino
  • Proberäume für Musiker, Chöre und Orchester
  • Ein großer, unterirdischer Veranstaltungsraum für große Konzerte
  • Dauernutzung und befristete Vermietung für Start-Ups etc.
  • Es braucht zuerst ein Gesamtkonzept für die Sendestudios.
  • Haus der Musik
  • Raum auf Zeit (H7)
  • Abrisskosten in Erhalt und Konzeptanschub umschichten
  • Indoor-Kletterwände
  • Aufnahmestudios für alle
  • Kommunales Kino
  • Kleintierzoo
  • Vorhandene Medientechnik nutzen: Freies Radio Stuttgart, fluegel.tv, Tonstudios vermieten
  • Bastelräume, Fotostudios, Tierschutzkreis, Erfinderkreis, Veränderungskreis (Ältere, blinde oder „gefangene“ Menschen mit einbeziehen)
  • Volkshochschule Stuttgart-Ost
  • Günstig mietbare Räume mit Bühne, Technik, Backstage und Zuschauerraum für ca. 100 Personen

Briefe & Konzepte

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Was für eine Überraschung! (Thorsten Meier-Bartlog, 28.8.2013)

(Konzept als PDF)

Zugegebenermaßen eine Schande, aber wohl nicht nur bei mir die Realität … obwohl seit über 10 Jahren in Stuttgart lebend, war mir nie bewusst, was für ein tolles Areal sich rund um die Villa Berg befindet. Und das nicht nur die Villa, sondern inzwischen auch die Sendestudios vor sich hin rotten.

Deswegen möchte ich mich bei den Initiatoren von Occupy Villa Berg bedanken, dass sie mich neugierig gemacht haben und vor allem die Mitgestaltung durch aktive Bürgerbeteiligung anstoßen und dranbleiben!

Weiter so … und hier ein paar meiner Gedanken der letzten Tage …

Die Villa

Hier würde ich mir die Wiederbelebung als multifunktionaler Veranstaltungsort wünschen.

In der historischen Grundstruktur lässt sich mit Sicherheit ein phantastisches Ambiente für „hautnah“-Konzerte schaffen. Wie ein akustischer Rückbau des Sendesaals aussehen könnte, um einen guten Livesound in die Villa zu bringen und wieder mehr Architektur zu spüren, ist sicher eine große Aufgabe … aber in meinen Augen den Aufwand wert, um Stuttgart um eine einzigartige Spielstätte für hochwertige und intime Kulturveranstaltungen zu bereichern.

Von Konzerten, über Theateraufführungen, Lesungen, Performances, Filmpremieren … alles Mögliche ist denkbar! Natürlich darf auch eine passende Gastronomie nicht fehlen!

Einerseits natürlich für das Veranstaltungspublikum – andererseits aber auch tagsüber und unter der Woche zur Belebung des Parks. Was ein schöner Biergarten könnte rund um die Villa entstehen! Ein stilvoller Anbau mit viel Glas und Ausblick für ein Restaurant?

Mein Traum vom Brauhaus wird sich in Kombination mit der Villa als Veranstaltungsraum wohl nicht erfüllen – aber es steht in naher Zukunft vielleicht ja noch der Gutbrodbau dafür zu Disposition 😉

Die Sendestudios

Bei meinem Spaziergang rund um die Sendestudios beim letzten Planungspicknick wurden mir erstmals die Größe und der doch nicht so schlechte Zustand der Sendestudios bewusst. Große Chance und Risiko zugleich, denn die Größe will beherrscht werden! Aber mir gingen direkt so viele Nutzungsideen durch den Kopf, dass ein voreiliger Abriss aus meiner Sicht viele Chancen ziehen lässt.

Für mich überwiegen auf den ersten Blick die Vorteile, denn für viele Branchen müssten die Gebäude eigentlich schon viel mitbringen, was an anderen Orten erst für viel Geld geschaffen werden muss:

    • viele funktionale Büroflächen unterschiedlichster Größe
    • Bauweise, die flexible Raumaufteilungen ermöglicht
    • akustische Einbauten (für Tonstudios, Postproduktionshäuser)
    • Kabelschachtsystem zu flexiblen Vernetzung und Signalführung
    • funktionstüchtige Studios
    • ausgestattete Großküche, Cafeteria und Sozialräume
    • unterirdische Räume mit natürlichem Lärmschutz
    • große Lager- und Logistikflächen
    • Tiefgarage mit vielen Stellplätzen, ohne neue Fläche zu versiegeln
    • (Lasten-)Aufzüge
    • LKW- und PKW-Zufahrten

Daraus resultiert meine Ideenskizze und Stichwortsammlung zur Inspiration und Diskussion:

Ein vielfältiges Medien-, Kultur- und Jugendzentrum, das etablierte Unternehmen, Startups und den jugendlichen Nachwuchs zusammenbringen kann.

  • ein Gebäude für Langzeitmieter; das andere mit subventionierten 2-3 Jahres-Verträgen – Umzug jederzeit möglich, ohne das Netzwerk zu verlieren
  • Integration eines Jugendzentrums zur Förderung von kulturellem Engagement und Medienkompetenz. Insbesondere Musik verbindet. Dies ist sicherlich auch eine große Chance für den Stuttgarter Osten.
  • Plug & Work Arbeitszonen auf jeder Etage zur kurzfristigen Kapazitätserweiterung bei großen Projekten und Kollaborationen
  • gemeinsam nutzbare Bereiche (Besprechungs- und Präsentationsräume, Ausstellungsflächen, Ruhezonen)
  • Im unterirdischen Bereich Lager- und Logistikflächen für einen großen Filmtechnikverleih (Kamera, Licht, Bühne), der auch die Studios betreiben könnte
  • Studios für Profis und künstlerische Projekte. Auch hier können viele Synergien zwischen kommerzieller und kultureller Nutzung entstehen.
  • Zentrale Lager- und Logistikflächen für Requisiten- und Kostümfundus. Entweder professionell betrieben oder auch shared-space für Stuttgarter Freelancer aus diesen Gewerken
  • Proberäume für Bands, einzelne Musiker und Projekte (mit Anschluß an Tonstudios)
  • Veranstaltungsräume im ober- und unterirdischen Bereich
  • Vielleicht findet sich auch ein optimaler Raum für ein Kommunales Kino. Dieses könnte tagsüber auch von Unternehmen genutzt werden, um den kulturellen Betrieb zu subventionieren.
  • Gemeinsame Cafeteria als Treffpunkt für alle
  • Kita oder mindestens betreute Kinderspielbereiche (mitten in einem großen Park!)

Beim Blick auf das Luftbild erschließt es sich mir nicht, warum auf Renaturierung gedrängt werden sollte, denn der Park bietet noch so viel Natur rundherum. Sicher muss man sich über ein energetisches Konzept Gedanken machen, aber es gibt bestimmt Möglichkeiten, wie die Gesamtbilanz in den Griff zu bekommen ist. Auch die Wiederinbetriebnahme der Gebäude ist sicher nicht so einfach, wie man sich das vorstellt, und benötigt eine professionelle Verwaltung.

Aber unterm Strich überwiegen für mich auf den ersten Blick die Vorteile und Chancen, und man sollte nicht den Fehler einer vorschnellen Entscheidung machen, weil es gerade populär ist, alte Zweckbauten abzureißen.

Der Park

Rund um Villa und das Medien- und Kulturzentrum könnte der Park als Begegnungs- aber auch Rückzugsort gestaltet werden.

Wichtig wäre mir ein Gleichgewicht aus Leben und Ruhe … Rund um die Villa sehe ich einen Biergarten, Picknick- und Spielfläche. Ein kleines Amphitheater für Aufführungen und Open-Air-Kino-Abende wäre schön. Und in den entlegeneren Ecken Ruheinseln zum Lesen, Seele baumeln lassen, schlafen, lümmeln, spazieren gehen, Natur genießen. Und auch hier bringt der Park schon eine Menge mit! Die Wasserspiele könnten wiederbelebt, das Belvedere als Ruheinsel gepflegt, und Außenanlage der Villa mit den Schachfeldern und der Boulebahn zum Freizeitbereich ausgebaut werden.

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Kunst- und Kulturareal Park und Villa Berg (Eckard Bade, 21.8.2013)

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Motto, Programm und Ziel: KulturParkBerg (Thomas Schloz, 16.8.2013)

was sein sollte / könnte … :

  • grundsätzlich: mittel-/langfristiges Nutzungs-Gesamtkonzept erforderlich für alle Gebäudeteile und Parkbereiche; Behutsamkeit und historischer Respekt als Gestaltungsmaxime; langfristige Sicherung auch in politischer/rechtlicher Hinsicht
  • Ort für Kultur-Leben und Kultur-Schaffende – breiter Kultur-Begriff (hoch&szene), mit Maßgabe von ‚Wandel als Prinzip‘ – Verhinderung von Dominanz Einzelner (Menschen / Projekte / Gruppierungen)
  • Bewahrung als (weiterhin) ruhigem Ort – ganz wesentlich!, darin Entwicklung von definierten Inseln von lebendigem Tun (kein Vorrang von ‚Events‘ gegenüber Kontemplation & Muse)
  • Nutzung für ‚kultur-orientierte‘ Tätigkeiten – zeitlich limitierte ‚Vergabe‘, so dass keine Dauer-Etablierung erfolgen kann und Wechsel (der Akteure, des Angebots, der Ideen) möglich ist/sind
  • kein Abriss der Fernsehstudio-Gebäude, da mutmaßlich bislang in ordentlichem Zustand gehalten (d.h. weiter nutzbar) und Abrisskosten sicherlich nicht unerheblich (großer Anteil an Baumasse unter Gelände?); ‚eingesparte‘ Abrisskosten für Erhaltungs-/ Anpassungsmaßnahmen verwenden
  • Prüfung möglicher Weiternutzung der vorhandenen Infra- und Gebäudestruktur (z.B. Cafeteria, Studios) – lässt vielerlei Verwendungs’raum‘ zu (auch zu Interimszwecken)

was nicht sein darf … :

  • Umbau der Sendestudios zu Wohnzwecken gäbe eine spezielle Form einer ‚Gated City‘ in Stuttgart (auch ohne Zaun und Wachpersonal) – über kurz oder lang höchstprivilegiertes Wohnen mit voraussehbarer (Eigentümer-/Mieter-)Klientel, über den Preis geregelt
  • Nutzung (nur) durch/für hoch-subvenitionierte/’gehobene‘ Kultureinrichtungen mit selektiertem Publikum – hierfür gibt es andere und angemessenere Orte (in der Innenstadt)
  • Nutzung der Villa Berg für nur eine  ‚Einrichtung’/ Nutzungsart  – sie muss hingegen als Ort für unterschiedliche ‚Bespielungen‘ offen gehalten werden, aus unterschiedlichen Bereichen (Musik/ Kino/ Kunst/ Bühne/ Fest/ Bürger-Politik/ Versammlung/ …)
  • Abriss der Sendestudios (sofern nicht substanzgefährdet, was wohl auszuschließen ist): in Stuttgart werden leer stehende/fallende Gebäude immer noch viel zu schnell und häufig abgerissen, anstelle einer möglichen Interimsnutzung (und die hat, wo gegeben, in den vergangenen Jahren immer sehr fruchtbare Folgen gezeitigt …)

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Demokratieexperiment (Roland Kiesel, 10.8.2013)

Sammlung von Ideen der Initiative „Occupy Villa Berg“ über die Benutzungsmöglichkeiten der Gebäude in dem Park „Villa Berg“.

Sehr erfreulich und mutig, weil mit großem Einsatz verbunden, sind die Bemühungen der Initiative „Occupy Villa Berg“, weil sie Ideen und Anregungen über die Gestaltung der „Villa Berg“ von Bürgern aufnimmt und damit zur Verwirklichung von Demokratie beiträgt.

Nicht erfreulich ist das Vorhaben des Gemeinderats der Stadt Stuttgart die vielen Studio-Gebäude des Südwestrundfunks (SWR)  abreißen zu lassen, die doch den Bürgern zur Verfügung gestellt werden könnten für Kreativitäten musischer und handwerklicher Art, für Veranstaltungen und für weitere Aktionen, auch für Menschen, die ihre Neigungen, Fähigkeiten, Talente entwickeln möchten

  • um 1. ihr Selbstbewußtsein und somit ihre Lebensqualität zu stärken;
  • um 2. eine Vermarktung anzustreben für die Verbesserung ihrer Einkommensverhältnisse, besonders bei Armut;
  • um 3. auch soziale Ziele zu verwirklichen, indem blinde, „gefangene“ und ältere Menschen aktiviert werden.

Folgende Aufstellung soll die Aktivitätsbereiche der Ideengeber und die Vermarktungs-Interessenten zeigen, zu denen auch städtische und staatliche sowie Wirtschaftsverbände gehören könnten, sofern Selbst-Vermarktung nicht in Betracht kommen würde.

  • Fotokreis für außergewöhnliche Motive und für Foto-Schau (Fotografen, Verlage)
  • Malkreis für kreative Ideen (Kunstsammler, Ateliers, …)
  • Veranstaltungskreis für Tanzveranstaltungen und für Tanzgaststätte mit Darbietungen, für Talentförderung und für Spielfeste mit seltenen Spielen (Künstler-Agenturen, Getränkehersteller …)
  • Literaturkreis für Bücher schreiben und für Lieder texten (Verlage)
  • Musikkreis für Komponieren (Musik-Firmen)
  • Handwerkskreis für Herstellen (lassen) von Haushalts- und Kunstgegenständen (Firmen aller Art, Baumärkte, …)
  • Erfinderkreis für Gesellschaftsspiele und für technische Erfindungen (…)
  • Tierschutzkreis für Aktionen und für Berichte verfassen (Zeitschriften, Zeitungen)
  • Veränderungskreis für neue Therapien aller Art, für Verbessern von gesellschaftlichen Zuständen und für Aktivitäten in Altenheimen (Psychologen, …)
  • Werbungskreis für Entwickeln von Werbe-Ideen (Firmen, Werbe-Agenturen, …)

Beteiligungsbögen mit Bildern

Die Ergebnisse der Beteiligungsbögen arbeiten wir im Blog laufend bei den Antworten zu “Was verbinden Sie mit Villa und Park?” sowie “Welche Wünsche und Ideen haben Sie für Villa und Park“ ein. Hier dokumentieren wir zudem die Bögen, die Bilder enthalten.

Gedichte

Wir freuen uns über Gedichte und Beiträge, die wir an dieser Stelle sammeln wollen.

Ein kleiner Gruß (von Isabella Rossa)

Verwunschen, fast umrankt von Pflanzen…
des Nachts, Glühwürmchen um sie tanzen.
So steht sie da, vergangene Pracht…
der Geister Stimmen, flüsternd lacht.

Ein Märchen, aus vergangener Zeit,
so wunderschön und endlos weit.
Sie wartet auf das Sonnenlicht…
Damit es Dunkelheit durchbricht.

Verwunschen durch die Ignoranz…
so dämmert es im Schlummertanz.
Doch mancher hat es schon vernommen,
das Flüstern, wurde wahrgenommen.

Flüsternde Stille (von Isabella Rossa)

Wie ein Stern in dunkler Nacht,
steht sie dort und ruht.
Leuchtet doch, mit heller Pracht,
im Inneren voll Mut.

Hoffend auf ein Wiederseh’n…
mit vergangener Zeit.
Reckt sich flüsternd aus dem Schlaf,
jederzeit bereit.

Hört ihr Menschen, hört ihr zu…
fast ist’s wie im Traum.
Und im Park der Villa Berg,
wartet jeder Baum.

Blätter rauschen , leis‘ im Wind,
singen ihr ein Lied.
Rosen blühen, Duft , der rinnt…
wie in Reih‘ und Glied.

Sommersonne, strahlt im Glanze,
wie ein Schloß im Märchen,
Und es tummeln sich beim Tanze…
manch‘ verliebtes Pärchen.

Erinnerungen … (von Isabella Rossa)

Als früher noch, mein Großpapa,
mit mir an diesem Ort oft war…
an jedem Tag, an vielen Stunden…
hat Liebe mir in`s Herz gebunden.

Die Liebe zu den großen Räumen …
so wundervoll, zum ewig träumen.
Beim Ruhen in den grünen Wiesen …
da fühlte man das Leben sprießen.

Ich konnte springen, jauchzen , lachen…
mit Opa, allen Blödsinn machen.
Er hat mich damals viel gelehrt…
Natur hat ihren …Lebenswert.

An jedem Strauch, hat er erzählt,
wie er gewachsen, was ihn nährt…
woher die kleinen Äste kommen..
ich lauschte glücklich, ganz versonnen.

Hab‘ oft die Füßchen mir gekühlt,
es hat sich herrlich angefühlt.
Das Wasser… .Lebenselixier …
mit seinem Flüstern half es mir.

Die Stunden, die ich dort verbracht,
sind Stunden, wo das Herz gelacht.
In diesem herrlich grünen Raum…
erfüllte sich so mancher Traum.

Ein Traum der Freiheit…
stets neues Blühn`…
und jedes Jahr…ein frisches Grün.
Das formt ein Kind, das lässt es leben..
es fühlt, es wird was Neues geben.

Wenn dann im Herbst , die Blätter braun …
und Stille kehret ein.
Dann träumt ein glücklich‘ Kinderherz…
vom Frühlingssonnenschein.

Oh, Großpapa … und Großmama..
wieviel … habt ihr gegeben …
ich sah es oft, als Kind noch nicht …
doch jetzt … in diesem Leben.

Die Liebe, zu dem schönen Ort…
die habt ihr mir geschenkt…
Der Rosen Duft, verweilt noch dort…
hat mich dorthin gelenkt.

Und ist der Platz auch nicht mehr so …
wie einst, er ist gewesen …
in meinem Herzen lebt er fort …
als grünes * Märchen * Wesen.

Regenbogen (von Isabella Rossa)

Dort träumt sie nun, die „Villa“ …
im Schutze der Gezeit‘.
Ein sanfter Regenbogen,
schenkt ihr zur Nacht Geleit‘.

Verstummt in sanftem Lichte
ein Kreis sie nun umringt …
und mit der Zeitgeschichte …
Veränderungen bringt.

Die Zeit ist nun gekommen,
sie aus dem Schlaf zu wecken,
mit sanftem Menschen Tun …
um sie nicht zu erschrecken.

Sie trafen sich im Garten,
voll Freude und Gefühl.
Die Hoffnung , ein Erwarten…
fast wie ein Wasserspiel.

Auch wenn nun dieser Tag,
sich sanft zu Ende neigt…
manch‘ Antwort, manche Frag‘ …
hat wieder mal gezeigt…

Die Liebe zu dem „Alten“,
lässt Menschenherzen glühen.
Es werden um die „Villa“…
bald wieder Rosen blühen.

Zusammen los zu schreiten,
gibt immer Mut und Kraft.
Ein Lächeln in die „Dunkelheit“…
ja, das habt IHR geschafft.

Frau „Villa“ … (von Isabella Rossa)

Ein fliederfarb’ner Regenbogen…
hat nachts Frau *Villa* hell umwoben.
Im Lichte dieser sanften Farben,
erzählt sie von vergangenen Tagen.

Lässt Strahlen leuchten im Gesichte ,
und flüsternd nährt sie die Geschichte…
aus längst vergang’ner Märchenzeit,
hallt ihre Sehnsucht weit und breit.

Ein Raunen, wie auf Adlers Schwingen…
als würde sie im Traume singen.
Ein Rosenwalzer klingt entzückt,
ein Schaudern, zitternd, leis‘ entrückt.

Ein Silbermond wiegt ihr Gemüt,
die kleine Rose heimlich blüht…
Im Morgentau, man sieht es kaum,
erwacht sie, wie aus einem Traum.

Hoffnungsschimmer … (von Isabella Rossa)

Heut‘ ein Stern am Himmel strahlt,
flüsternd eine Stimme malt…
einen Bogen in die Wolken,
Mondgebilde wird ihm folgen.

Sendet nun, mit leisem Wehen,
Silberfäden durch die Nacht.
Vöglein nun zur Ruhe gehen,
Tageswerk ist nun vollbracht.

Und im Lichte der Gedanken,
schlummert sie dort oben nun.
Rosenzweige sie umranken…
… dornenreich in ihrem Tun.

Wartet auf des Tag’s Erwachen,
hoffend auf ein neues Sein.
Möchte hören Kinderlachen…
Menschen seh’n im Sonnenschein.

Auch die Brünnlein dürfen fließen,
klares Wasser , welch ein Glück.
Immergrüne Sommerwiesen,
bringt das Leben ihr zurück.

Hört ihr Menschen, hört ihr Flehen,
gebt die Seele ihr zurück.
Die Vergangenheit wird gehen,
jeden Tag ein kleines Stück.

Künstler bilden schöne Werke,
Gärtner duftendes Geblüm‘.
jeder hat doch seine Stärke,
jeder Baum sein helles Grün.

Sehnsucht , manchmal auch mit Schmerzen…
Hoffnung liegt in eurer Hand.
Doch in euren warmen Herzen…
leitet euch ein güld’nes Band.

Die Rose (von Isabella Rossa)

Der Rosen Duft, den Garten hell durchströmen…
so lieblich Luft, erfüllt die Welt mit Stöhnen.
Ihr Duft, teils sinnlich und auch sehr betörend…
die Dornen sind, doch manchmal etwas störend.

Ihr Antlitz doch, versetzt mich oft ins Träumen…
ich find mich dann, in herrlich weiten Räumen.
Muß leider dann, dem Zauber auch entfliehen…
wobei die Rosen, weiter ihren Duft versprühen.

Der Rosen Dornen, nehme dich in Acht…
gieße sie fein und pflege sie ganz sacht.
Denn, eine Rose, weis sich auch zu wehren.
Liebst du sie nicht, wird Schmerz sie dir bescheren.

Im Rosengarten, duftend und voll Farben…
kannst du dein Herz in Freude daran laben.
Und auch die Rose… welch ein Glück…
kehrt jedes Jahr… mit gleichem Duft zurück.

Heimat ist… (von Isabella Rossa)

Heimat ist ein Wohlsein, das dir im Herzen liegt.
Heimat ist wie Wärme, die wohlig dich umfliegt.

Heimat ist wie Mutter`s Hand, die zärtlich dich berührt
und immer, wenn du traurig bist, dich durch das Leben führt.

Heimat ist wie Liebe, die dir das Leben schenkt…
und dich mit Mut und Hoffnung … durch dein Leben lenkt.

Heimat ist wie Sehnsucht, wenn du auf Reisen gehst…
und dich dann wieder findest … vor Stuttgart`s Toren stehst.

Oh, Stadt … mit soviel Herzen … so wurdest du gebaut …
und nun … mit deinen Schmerzen … bist du mir … lieb vertraut.

Nie werde ich vergessen … wie es mal früher war …
man kann es nicht vermessen…doch eines ist mir klar…

Für MICH … bist du, die Heimat … voll Stolz und ungebeugt …
für MICH … bleibst du, die Heimat … bin davon überzeugt.

Brainstorming auf Facebook

Wir haben im Mai zu einem Brainstorming auf Facebook aufgerufen, um erste Ideen zu sammeln, was man aus Villa Berg und Park machen könnte. Die Ergebnisse finden Sie hier und  in der Notiz auf Facebook.

Atmosphäre:

  • Nichts Elitäres
  • Guter und kreativer Vibe
  • An vielen Tagen belebt
  • Keine Schulen, keine elitären Einrichtungen, kein Döner, kein Casino, keine Spelunken, keine Fahrschulen, keine Reisebüros, keine privaten Design-Ateliers, keine elitären Galerien
  • Ort zum frei entfalten und frei fühlen
  • Grün, Kreativität, Veranstaltungen

Programm:

  • Live Musik, Konzerte
  • Lesungen
  • Ausstellungen
  • Kunst und Kultur
  • Raumexperimente
  • Kleinkunstveranstaltungen
  • Live-Übertragung des Programms im Internetchannel
  • BarCamp (wie z.B. LifeWorkCamp)

Räume:

  • Café, Gastronomie, Biergarten, Bar, Terrassengastronomie (klein und gemütlich, Mittagstisch, moderate Preise, Möglichkeit draußen zu sitzen)
  • Second Hand Bücher- und Plattenverkauf
  • Kino, Kommunales Kino
  • Konzertlocation, Konzertsaal
  • Galerie
  • Open Art Space
  • Gruppenräume
  • Club
  • Bühne, Theater
  • Proberäume und Musikunterrichtsräume

Funktion:

  • Treffpunkt für Kreative
  • Haus, in dem sich die Zivilgesellschaft vernetzen und weiterentwickeln kann
  • Bürgerzentrum
  • Neue Spielstätte für die Subkultur
  • Offene Werkstatt (Ateliers für unterschiedliche Kursangebote, z.B. Schreinern, Töpfern, Filzen, Dunkelkammer, Schmuck, …)
  • Permakultur-Haus (Selbstversorgerhaus mit Solar, Erdwärme, Abwärme, …, um den Energiebedarf selbst zu stemmen)
  • Kindertagesstätte (wie Spielhaus im Schlossgarten)
  • Berufsvorbereitung für Jugendliche (Vorbereitungsjahr für die Aufnahme in einen ‚regulären‘ Job)

Themen:

  • Denkmalschutz Sendesaal
  • Raumangebot, Pläne
  • Ehrenamt
  • WLAN in Park und Villa
  • Trägerstruktur (Verein, Projektgruppe, Stiftung, …)

Park der Villa Berg:

  • Ruhepol
  • Jazz im Park
  • Klassische Konzerte
  • Open Air Kino
  • Garten nach Permakultur-Prinzipien / Urban Gardening
  • Yoga, Meditation und Fitness im Park (z.B. auch SpeedMinton, Golf, Morgengymnastik)

Umgebung:

  • Park grenzt an Wohngebiete
  • begrenzte Parkmöglichkeiten in Berg und im Osten
  • Anwohner durch VVS-Dauerparker und Parker während des Frühlings- und Volksfestes belastet

Akteure / Initiativen / … im Stadtteil:

  • Berger Bürger
  • Altersheim in Berg
  • Betreute Wohneinrichtung für Frauen

Beispiele:

  • Tacheles
  • Musikpark Mannheim
  • Park Fiction, Hamburg
  • Unperfekthaus, Essen